DOC on AIR - Erste Hilfe im Alltag

Notfallmedizin im Alltag

#80 - COPD und Asthma

16.05.2026 25 min

Zusammenfassung & Show Notes

In meiner 80-sten Folge von doc-on-air berichte ich über die Krankheiten  COPD und Asthma.
Das  sind chronische Lungenerkrankungen, die oft ähnliche Symptome wie Atemnot, Husten und Auswurf zeigen, sich jedoch in Ursachen, Verlauf und Behandlung deutlich unterscheiden.
Die Diagnose erfolgt primär durch ein lungenfachärztliche Anamnese, Untersuchungen,  Lungenfunktionstest, Labor, Röntgen und Ultraschall.
COPD,  im Volksmund oft Raucherlunge genannt, ist weltweit eine der häufigsten Todesursachen. In Österreich sind  etwa 800.000 Menschen über 40 Jahren betroffen. Kardinalsymptome Husten, Auswurf, Atemnot wegen dauerhaft verengten Atemwegen und zerstörtem Lungengewebe (Lungenemphysem). Patienten bekommen die Luft nicht aus der die Lunge.
Hauptursache ist Rauchen, entwickelt sich meist erst im höheren Alter (> 40 Jahre). Schreitet langsam voran, Symptome verschlechtern sich stetig, die Atemwegsverengung ist nicht umkehrbar.
Therapie: Rauchstopp und Hilfe für die Raucherentwöhnung, Medikamente zur Erweiterung der Atemwege, Sauerstoff,  Atemtherapie, körperliches Training.

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DOC-ON-AIR - Der Podcast für den Umgang mit medizinischen Notfällen im Alltag von Dr. Joachim Huber.

Weitere Informationen auf doc-on-air.com

Das Gesicht zur Stimme unter www.drjoachimhuber.at

Bei Fragen oder Hinweisen zur aktuellen Folge schreibt mir gerne ein Email unter podcast@doc-on-air-com

#notfallmedizin #ersthilfe #teambuilding #alleswirdgut

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Transkript

Doc on Air Der Podcast, der Ihnen hilft, richtig erste Hilfe zu leisten. Was tun, wenn jemand Hilfe schreibt? Was tun, wenn zu Hause was passiert? Als erfahrener Notarzt zeige ich Ihnen, wie es geht. Unser Ziel, Wissen statt Angst und Können statt Zweifel. Grüß Gott, meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Zuhörerinnen, liebe Zuhörer. In meiner 80. Folge von Dock on Air berichte ich über die Krankheiten COPD und Asthma. Schon im Jahr 1967 hatte ich die große Ehre als Famulant auf der Inneren Medizin im AKH. Der damalige Vorstand war der berühmte Universitätsprofessor Dr. Karl Fellinger. Der Arzt der Könige, der König der Ärzte hat man ihn genannt. In dieser Zeit lernte ich Herrn Universitätsprofessor Dr. Friedrich Kummer kennen. Er war offiziell mit dem Wiederaufbau einer Lungenabteilung im alten AKH beauftragt. Diese war seit dem Abgang von Universitätsprofessor Dr. Felix Mlczoch seit acht Jahren abhandengekommen. Gemeinsam mit seinen ehemaligen Mitarbeitern Christian Burghuber, Meinhard Kneusel und Paul Haber haben wir damals den ehemaligen Kartoffelkeller, ja, Sie hören ganz richtig, das war der Keller, wo für die Großküche im Alten Spital die Kartoffeln gelagert wurden, im 9. Hof ausgeräumt, gesäubert und so Platz für eine moderne Lungenambulanz geschaffen. Ab dem Sommer 1967 waren dann auch für die damalige Zeit riesengroße moderne Lungenfunktionsgeräte, zum Beispiel Plätismograph, Blutgasanalyse, aber auch eine Belastungs-EKG-Einrichtung, also eine Ergometrie, Diffusionsmessungen und andere großartige Geräte im Einsatz. Und bald war die Lunge, so wie sie genannt wurde, an der Klinik heimisch geworden. Es wurden dann auch Röntgenbilder, Befunde gemeinsam visitiert und Therapien empfohlen. Eine Vorgangsweise, die heute selbstverständlich ist, dass ein Team, egal ob bei Lungen, Herzerkrankungen oder bei Krebserkrankungen, das berühmte Tumorboard, sich zusammensetzt und die beste Auswahl an zukünftigen Therapien für den Patienten bestimmt. Eine wichtige weitere Entwicklung war seinerzeit die Einrichtung einer eigenen Ambulanz für Bronchoskopie. Man hatte also damals gelernt, mit noch starren Metallröhren und einer entsprechenden Spiegeloptik in die Atemwege direkt hineinzuschauen. Natürlich hat der Patient dabei gemütlich geschlafen. Man hat damals aber auch in dieser Bronfologie Spezialbehandlungen der Luftwege sozusagen der Weise etabliert. Aber erst 1977, bereits unter dem neuen Klinikchef, Prof. Dr. Georg Geyer, wurde diese Einrichtung sozusagen der Weise auch spruchreif. Meine Arztkollegen und, das darf ich sagen, Freunde Dr. Otto Christian Burkhuber und Dr. Christian Wolf, zwei hervorragende Internisten, Lungenfachärzte, haben das Ganze ausgebaut und perfekt betrieben. Noch ein kleiner Schritt in die nähere Vergangenheit. Bereits im März 2010 führte Frau Mag. Sabine Sterer vom Gesundheitsmagazin der Ärztekammer Medizin Populär ein Interview mit meinem Freund, dem Lungenfacharzt Dr. Burghuber, über die COPD und ihre Folgen. Ich selbst durfte etliche Beiträge für dieses wichtige Gesundheitsmagazin verfassen und bin heute noch dankbar über die wunderbare Zusammenarbeit mit Sabine, die immer mit äußerster Kompetenz und sehr umfassend gescheit diese Beiträge entsprechend miterarbeitet hat. Otto Burghuber war immer ein streitbarer Kämpfer gegen den Zigarettenkonsum. Ich gehörte damals auch noch zu den Menschen, die geraucht haben und kam oft in die ganz ordentliche Standpauke von Otto, Also, wenn er so predigte, Husten, Auswurf, Atemnot bei körperlicher Belastung wie Stiegensteigen sind immer ernste Symptome für eine COPD. Leider halten die meisten Betroffenen diese Frühsymptome für harmlos und gehen deshalb auch nicht rechtzeitig zum Arzt. 80 bis 90 Prozent der Betroffenen rauchen schon mehr als 20 Jahre mindestens eine Packung Zigaretten und sie rauchen weiter, trotz der Beschwerden. Bei den übrigen 10 bis 20 Prozent ist die COPD auf jahrelanges Passivrauchen zurückzuführen. Natürlich auch jahrelanges, oft berufsbedingtes Einatmen von Feinstaub auf häufige Atemwegsinfektionen, gelegentlich auch als Folge einer Asthmaerkrankung oder durch den angeborenen Mangel eines ganz bestimmten wichtigen Eiweißkörpers eines Enzyms, des Alpha-1-Antitrypsin, zurückzuführen. An einer COPD, im Volksmund auch Raucherlunge genannt, leiden in Österreich etwa eine Million Menschen. Die meisten davon sind schon älter als 40 Jahre. Diese Krankheit entsteht eben häufig auf einer chronischen Bronchitis und imponiert durch eine ganz gewaltige chronische Verengung der Atemwege, ich habe es schon gesagt, meist als Folge von Rauchen. Und sie führt zu dauerhaft geschädigten Atemwegen und verschlechtert sich schubweise. Fortgesetztes Rauchen, aber auch passiv Rauchen, verstärkt die Erkrankung ganz wesentlich. Wer also Frühsymptome wie Kurzatmigkeit oder Atemnot bei meist geringer körperlicher Belastung morgendlichen Hust mit zähem Auswurf ignoriert, der riskiert eine schleichende, über Jahre und Jahrzehnte immer stärkere Schädigung des Lungengewebes. Das kann über die immer unzureichendere Versorgung des Körpers mit Sauerstoff zu Invalidität, vorzeitiger Invalidität und bedauerlicherweise auch zu einem frühzeitigen Erstickungstod führen. An Asthma-Bronchiale leiden in Österreich ca. 500.000 Menschen. Die Zahlen variieren natürlich. Je genauer die Diagnosen sind, umso mehr steigen die Zahlen, auch weltweit an. Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern. Oft ist Asthma allergisch bedingt. Es sieht anfallsartig auf, ist aber meist doch gut behandelbar. Symptome sind unter anderem Luftnot und eine pfeifende Atmung, also richtige, ziehende, pfeifende Atemgeräusche. Außerdem liegt typischerweise meist auch eine Überempfindlichkeit der Bronchien, eine sogenannte bronchiale Hyperreagibilität vor. Dabei reagieren die Atemwege wesentlich empfindlicher auf kleine Auslöser von außen, die eingeatmet werden, als dies eigentlich sinnvoll ist. Diese sogenannten Allergene lösen eine übermäßige Abwehrreaktion des Immunsystems aus und in der Folge entsteht eine typische Asthma-Symptomatik. Mögliche Trigger, die das auslösen können, sind beispielsweise Pflanzenpollen, aber auch der Kot von Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelsporen und natürlich verschiedene Nahrungsmittel. Dazu gehören zum Beispiel Erdbeeren oder zum Beispiel natürlich auch irgendwelche speziellen Fische oder Schrimps oder Brauns. Bei nichtallergischem Asthma befinden sich die Auslösungsreize oft im Körper der Betroffenen selbst. Das können zum Beispiel ungewohnte körperliche Anstrengungen, psychischer Stress, bestimmte Medikamente, aber natürlich auch bakterielle und virale Infektionen der Atemwege sein. Ein wichtiger Unterschied liegt darin, dass Asthma meist reversibel ist. Das heißt, die Atemwege können sich wieder erweitern. Wenn nun Asthma und COPD sich überschneiden, wenn also bei einem Patienten Symptome sowohl für Asthma als auch für COPD auftreten, stellt der Arzt die Diagnose ACOS, Asthma-COPD-Overlap-Syndrom. Das ist also eine Mischform der beiden Erkrankungen und geht in der Regel mit sehr starken Beschwerden einher. Typisch sind die häufigen Schübe und die schnelle dramatische Verschlechterung der Lungenfunktion. Seien Sie getrost, diese Krankheitsform tritt eigentlich doch sehr selten auf. Bei jeglicher Diagnose aller Lungenkrankheiten muss natürlich immer auch geprüft werden, ob im Hintergrund nicht noch andere Erkrankungen die Beschwerden verstärken oder auslösen. Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr Arzt Ihnen empfiehlt, eine Herz-Ultraschall-Untersuchung zu machen, eine genaue Laboruntersuchung zu machen, sich genau erkundigt, wie ist denn Ihr Wohnumfeld zu Hause, sind zum Beispiel irgendwo verschimmelte Wände, schlafen Sie in geheizten Räumen. Also eine Unzahl von kleinen Details, die alle dazu beitragen sollen, dass es Ihnen wieder besser geht. Asthma und COPD sind in ihrem Verlauf grundlegentlich Unterschiedlich. Es sind also völlig unterschiedliche Erkrankungen, aber sie haben ein zentrales Merkmal. In beiden Problemkreisen verengen sich die Bronchien und der lebenswichtige Luftstrom- und Gasaustausch wird behindert. Der entscheidende Unterschied ist jedoch der Zeitpunkt dieser Verengung. Beim Asthma verengen sich die Bronchien quasi schlagartig, anfallsartig. Bei der COPD ist das ein kontinuierlicher, sich verschlechternder, unaufhörlich fortschreitender Prozess. Das Phänomen nennt man Airtrapping, übersetzt gefangene Luft. Und das kann bei chronisch obstruktiven Atmerwägungen, Atemwegserkrankungen oder bei chronischem Asthma, Bronchiale auftreten. Die Betroffenen tun sich dann schon im Ruhezustand schwer beim Atmen. Je früher COPD und Asthma erkannt und behandelt werden, desto besser stehen die Chancen, den Fortschritt der Krankheit aufzuhalten und den Betroffenen ihre Lebensqualität zu erhalten beziehungsweise ihnen auch ein langes Leben zu ermöglichen. Und die Diagnose ist einfach und schmerzfrei. Sie besteht in einer schon geschilderten genauen Befragung, einer klinischen Untersuchung, Abhorchen zum Beispiel Blutdruckmessen, Sauerstoffmessen und einem Lungenfunktionstest, der sogenannten Spirometrie. Dabei wird die Atmung und die Luftreserven, die Atemgeschwindigkeit, was kann ich ein, was kann ich ausatmen und viele andere Dinge mehr exakt gemessen. Wenn schon Verkrampfung der Atemwege vorliegt, wird ein Bronchospasmolyse-Test gemacht. Das heißt, der Arzt verabreicht einen atemwegserweiternden Spray, dann wartet man ein bisschen und schaut, ob die Lungenfunktion sich nun gebessert hat. Was ist nun mit der Behandlung? Natürlich erfolgt die je nach Stadium bzw. Je nach Beschwerden. Im Frühstadium einer COPD ist die Behandlung einfach und effektiv. Bei der großen Mehrheit der Betroffenen, die Raucher sind, reicht es aus, mit dem Rauchen aufzuhören, mit einem Ausdauertraining zu beginnen, zum Beispiel Nordic Walken oder Radfahren oder lockeres Lauf. Nicht gleich mit dem Marathon anfangen, bitte. Zusätzlich sollte man sich natürlich gegen Grippe und Pneumoklokken impfen lassen, um möglichst keine Lungenentzündungen zu riskieren. Ist die COPD schon mittelschwer ausgeprägt, werden zusätzlich zu diesen Maßnahmen Medikamente gegeben, die die Bronchien erweitern und auch entzündungshemmend wirken. Hier haben sich. Die bekannten Inhalationssprays, letztlich auch solche mit Cortison, sehr bewährt. Haben sich bereits mehrere Lungenareale mit ausgeprägten Überblähungen gebildet, können diese eventuell, wenn der Körper sonst in Ordnung ist, auch operativ entführt werden. In der mittelschwer- bis schweren Ausprägung werden die Betroffenen auch mit einem Langzeitsauerstoffgerät für zu Hause versorgt, beziehungsweise gibt es auch eine atemwegsunterstützende Therapie, wo mehr Sauerstoff in den Körper gelangt. Wenn jemand zusätzlich an einer nächtlichen Atemstillstandsproblematik leidet, dann bekommt er ebenfalls ein Spezialgerät, ein sogenanntes CEPAP-Gerät, mit dem diese Problematik ebenfalls wiederum deutlich verbessert werden kann. Für die sehr schweren COPD-Erkrankten, die unter 65 Jahre alt sind und deren sonstiger Gesundheitszustand einigermaßen stabil und gut ist, gibt es darüber hinaus die Möglichkeit der Lungentransplantation. Dabei werden je nach Grad der Lungenschädigung einer oder beide Lungenflügel nach einer entsprechenden Organspende transplantiert. Dieser Eingriff führt nicht nur zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität, sondern hilft dem Patienten auch, eine höhere Lebenserwartung zu bekommen. Eine wichtige Therapiegeschichte möchte ich Ihnen aber noch sagen. Neben der bereits erwähnten richtig durchgeführten Inhalationstherapie müssen natürlich auch ganz spezifische Trainingsmethoden angewandt werden. Die körperliche und die psychische Belastbarkeit ist als umfassender Therapieansatz unerlässlich. Klar, die Sprays oder wie der Volksmund sagt, Pumperl sind eine wunderbare Basistherapie. Allerdings muss man natürlich schon sagen, sind oft die Akzeptanz der Patienten, wir nennen es gerne Compliance, ein bisschen herabgesetzt, weil die Menschen Angst vor dem Cortison haben, Angst vor dem Beipackzettel und seinen inhaltlich aufgezählten Nebenwirkungen. Die Angst vor Cortison wegen seiner Wirksamkeit gegen Entzündungen, aber auch wegen seiner Nebenwirkungen bekannt, ist natürlich verständlich. Am meisten fürchten sich übrigens auch die Lungenkranken vor einer ungewollten Gewichtszunahme, vor einer Knochenentkalkung, also Osteoporose, vor einer Verschärfung der Zuckerkrankheit, Hautveränderungen oder auch von psychischen Nebenwirkungen. Lassen Sie mich hier ein beruhigendes Wort sagen. Diese Ängste sind verständlich, jedoch bei moderner, kurzzeitiger oder lokaler Anwendung des Cortisons völlig unbegründet. Beim Asthma und bei der COPD steht die Erweiterung der verengten Atemwege mit Hilfe verschiedener, meist auch langwirksamer Medikamente im Vordergrund. Diese Medikamente zum Inhalieren sind aber nur dann effektiv, wenn sie richtig angewendet werden. Und das ist gar nicht so einfach. Der richtige Umgang mit so einem Inhalator ist alles andere als selbstverständlich. Daher lassen sich die meisten Lungenfachärzte von den Patienten zeigen, wie sie denn den Spray anwenden. Natürlich wird der Spray auch über die Mundschleimhaut resorbiert, kommt also in den Körper. Aber wirklich wirken tut er natürlich, wenn wir ihn bis in die kleinen Atemwege hinein tief inhalieren und dann einige Sekunden warten und dann erst ausatmen. Ja, das ist schlimm, aber 90% der Patienten gehen bei dieser Inhalation nicht richtig vor. Daher ist eine Schulung sehr, sehr wichtig. Eine noch gezieltere Rehabilitation der Atemwege kann gerne auch stationär erfolgen. Sie umfassen immer auch Maßnahmen wie Physiotherapie, Heilgymnastik, medizinische Trainingstherapie, Psychotherapie, psychologische Beratung, gezielte Schulungen auch im Bereich der Ernährung und, wenn die Patienten das wünschen, gibt es wunderbare Raucherentwöhnungsprogramme. Dazu muss man aber bereit sein, sonst ist es schade um die Zeit. Wie erfolgreich die Therapien sind, hängt natürlich vom Stadium der jeweiligen Erkrankung ab. Am meisten profitieren jene, die frühzeitig mit der Behandlung beginnen. Wenn Sie Fragen haben, ob Sie asthmakrank sind, gehen Sie doch ins Internet und machen Sie einen kleinen Asthma-Kontrolltest. Dauert höchstens ein, zwei Minuten. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt ein Gerät geben, kostenlos, mit dem Sie den Atemspitzenstoß selbstständig zu Hause messen und aufschreiben. Natürlich ist es wichtig, wenn Sie asthmarkrank sind, dass Sie persönliche Auslöser von Asthmaanfällen kennen und sie möglichst vermeiden. Natürlich auch Ihre eigene Inhalationstherapie an die aktuelle Situation anpassen. Ich wiederhole es, weil Burkoper wirklich recht hat. Man kann es nicht oft genug und laut genug sagen. Bei COPD und Asthma ist der Verzicht aufs Rauchen aktiv und passiv entscheidend. Es gibt keine medizinische oder therapeutische Maßnahme, die so effektiv ist wie ein Raucherstopp. Und nicht sagen Sie, ich bin schon so alt, dass ich sehe sinnlos. In jedem Alter ist es sinnvoll. Die Lunge erholt sich innerhalb weniger Jahre. Es ist erstaunlich. Also Raucherstopp. Natürlich ist auch frische Luft ein wichtiger Bestandteil jeglicher Therapie der Lungenerkrankung. Nun, verbessern Sie bitte auch Ihre Raumluft. Regelmäßiges Lüften drei- bis viermal täglich, kurzes Lüften ist entscheidend. Schlafen Sie nicht in überhitzten Schlafräumen. Achten Sie darauf, dass eine vernünftige Luftfeuchtigkeit da ist. Es sollte nicht unter 40% sein. Positive Wirkung von Außenluft, wenn die Innenräume zu trocken sind, ist allen bekannt. Der regelmäßige Aufenthalt im Freien, also wirklich täglich, wird empfohlen. Achtung, kalte Luft kann aber bei manchen Asthmatikern oder Lungenkranken wiederum die Bronchien verengern und so zu bösen, lästigen Symptomen führen. Also an kalten Tagen Vorsicht bei Nebel und sehr kalter Luft, bleiben Sie lieber zu Hause. Nehmen Sie einen Schal vor den Mund, wenn Sie in kurze Stücke zu BIM zum Beispiel gehen. Zusammenfassend, COPD und Asthmaerkrankungen sind nicht hoffnungslos. Sie sind, egal in welchem Stadion, behandelbar. Und durch moderne Therapien können Betroffene fast immer eine deutliche Lebensqualitätsverbesserung erreichen. Ich darf daher alle Zuhörerinnen und alle Zuhörer motivieren, bei chronischen Atemwegsbeschwerden oder unklaren Atemwegsbeschwerden rasch zum Arzt zu gehen und nicht selbst herumzudoktern. Ich danke fürs Zuhören. Alles Gute für Sie und natürlich für Ihre Atemwege.